Spanien - Anschlag in Barcelona - Erklärung von Jean-Yves Le Drian (17. August 2017)

Mit tiefer Betroffenheit habe ich von der Bilanz des von Daesch für sich reklamierten Anschlags in Barcelona erfahren. Ich verurteile dieses Anschlag auf das Schärfste.

Sechsundzwanzig Franzosen wurden verletzt, mindestens elf unter ihnen schwer. Ich bin mit meinen Gedanken bei diesen Landsleuten sowie bei ihren Angehörigen, denen ich mein Mitgefühl in diesen schweren Stunden ausspreche.

Ich werde mich im Laufe des Tages nach Barcelona begeben, um den französischen Opfern dieser feigen Tat beizustehen und um den spanischen Bürgern und Behörden die Unterstützung Frankreichs zuzusichern.

Direkt nach der Nachricht über den Anschlag habe ich die Einrichtung eines Krisenstabs im Ministerium für Europa und Auswärtige Angelegenheiten veranlasst, um über die Sicherheit unserer Landsleute in Barcelona Bilanz zu ziehen und um die Fragen ihrer Angehörigen beantworten zu können. Die Mitarbeiter des Krisenstabs waren die ganze Nacht aktiv und haben bislang über 3200 Anrufe erhalten. Der Krisenstab und die telefonische Auskunft bleiben weiterhin bestehen.

In Barcelona steht unser Generalkonsulat in Verbindung mit den spanischen Behörden und setzt alles daran, den von dem Attentat betroffenen Franzosen die nötige Beihilfe zu leisten. Um auf die Notlage zu reagieren, habe ich den Einsatz von medizinischem Fachpersonal veranlasst. Die ersten kommen heute zur Leistung von psychologischer Unterstützung und Betreuung der Familien der Opfer an. Eine zusätzliche Verstärkung ist vorgesehenen.

Die Sicherheit unser Mitbürger im Ausland ist eine oberste Priorität, für die sich die Mitarbeiter des Ministeriums und des Netzwerks der französischen diplomatischen und konsularischen Vertretungen tagtäglich einsetzen. Ich danke all denen, die sich unverzüglich und mit Hingabe in Barcelona, Madrid und Paris mobilisiert haben, um den Opfern und ihren Angehörigen zur Seite zu stehen.