Gesundheit – Neunte Konferenz der Internationalen AIDS-Gesellschaft über HIV (IAS 2017) (Paris, 23. bis 26. Juli 2017)

Frankreich ist Gastland der neunten wissenschaftlichen Konferenz der Internationalen AIDS-Gesellschaft über HIV (IAS 2017) vom 23. bis 26. Juli in Paris.

Die Konferenz wird dieses Jahr gemeinsam mit der französischen Forschungsagentur für HIV / Aids und virale Hepatitis veranstaltet. Mehr als 6000 Teilnehmer werden für diese intensive Zeit des Wissensaustausches in Bezug auf diese Pandemie erwartet. Die Professoren Jean-François Delfraissy, ehemaliger Leiter der AIDS-Forschungsagentur und Vorsitzender des staatlichen Beratungsausschusses für Ethik, sowie Linda-Gail Bekker, Vorsitzende der Internationalen AIDS-Gesellschaft, sind die Co-Vorsitzenden dieser Konferenz. Das Ministerium für Europa und auswärtige Angelegenheiten beteiligte sich an der Finanzierung eines Stipendien-Programms, durch das junge Forscher aus den südlichen Ländern an der Konferenz teilnehmen können.

Frankreich ist nach 1986 und 2003 das dritte Mal Gastland für diese Konferenz. Frankreich ist in der Tat ein langjähriger Akteur im Kampf gegen HIV / SIDA, der eine unserer Prioritäten im Bereich der Weltgesundheit darstellt.

So ist unser Land das zweitgrößte Geberland für den Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria. Seit der Gründung dieses Fonds leistete Frankreich insgesamt einen finanziellen Beitrag von 4,8 Milliarden $.

Frankreich gründete ebenfalls UNITAID und ist dessen größter Geldgeber. Durch UNITAID wird die Bereitstellung innovativer Lösungen im Bereich der Behandlung, Diagnose und Vorbeugung beschleunigt.

Frankreich setzt sich ebenfalls mittels seiner Unterstützung für das Gemeinsame Programm der Vereinten Nationen zu HIV / AIDS (UNAIDS) ein.

Frankreich wendet jährlich mehr als 500 Millionen Euro für den Kampf gegen übertragbare Krankheiten auf.

Abgesehen von der politischen Aktion Frankreichs sowie seines Beitrags im Bereich der Forschung konnten dank der finanziellen Investitionen Frankreichs zur Bekämpfung der Pandemie bedeutende Fortschritte erzielt werden: Mehr als 10 Millionen HIV-infizierte Menschen werden heutzutage in Entwicklungsländern behandelt dank der Programme des Globalen Fonds und die Sterblichkeitsrate in Zusammenhang mit AIDS nahm um 45 % ab. Dank UNITAID konnten die Kosten für Medikamente gegen HIV um ein Hundertfaches verringert werden.

Diese Mobilisierung ist angesichts der noch bevorstehenden Herausforderungen gerechtfertigt: Jedes Jahr infizieren sich 2,1 Millionen Menschen mit HIV und 1,1 Millionen Menschen sterben noch daran. Die Hälfte der HIV-Kranken hat im Jahr 2017 immer noch keinen Zugang zu antiretroviralen Medikamenten. Dieser Zugang ist in gewissen Regionen, wie Zentralafrika und Westafrika, besonders beschränkt: Dort haben mehr als 75 % der HIV-Kranken keinen Zugang zu antiretroviralen Medikamenten.