Abrüstung – 20 Jahre Ottawa-Konvention (18. September 2017)

Die Annahme der Ottawa-Konvention zum Verbot von Anti-Personen-Minen war ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Beseitigung dieser Waffen, die in und nach Konflikten erhebliches menschliches Leid verursachen und die Entwicklung behindern.

Im Text des Übereinkommens ist das totale Verbot des Einsatzes, der Entwicklung, der Herstellung, der Lagerung und der Weitergabe von Anti-Personen-Minen klar und einfach festgelegt.

Der 1999 in Kraft getretenen Ottawa-Konvention sind inzwischen 162 Staaten beigetreten. Der Einsatz von Anti-Personen-Minen und die Zahl der Opfer gehen zurück. Durch das Übereinkommen wurden darüber hinaus erhebliche Fortschritte beim Rückgang der Herstellung, bei der Minenräumung sowie bei der Sensibilisierung von Bevölkerungsgruppen und Regierungen erzielt. Innerhalb von 20 Jahren wurden somit über 49 Millionen Minen zerstört.

Frankreich bemühte sich, die Bestimmungen des Übereinkommen schnellstmöglich umzusetzen, insbesondere durch die Zerstörung seiner Lagerbestände 1999 und die Entminung seines Staatsgebietes 2008. Heute setzt es sich dafür ein, dass die Ottawa-Konvention weltweit gilt, und ruft alle Staaten, die ihr noch nicht beigetreten sind, auf, das zu tun. Wir stellen den betroffenen Ländern darüber hinaus jedes Jahr erhebliche Mittel für Hilfeleistung und Zusammenarbeit zur Verfügung, insbesondere im Bereich der Ausbildung von Minenräumern.